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Winter 2009/2010:

Räum- und Streudienst Tag und nachts unterwegs

Wann hat es das schon einmal gegeben? Schnee und nochmals Schnee, so weit das Auge reicht!



Räumfahrzeug


Man muss schon weit zurückgehen, um Vergleichbares zu finden: Der Winter 1985/1986 war eventuell vielleicht so einer mit Dauerfrost zwischen 25 und 30°.

Natürlich sehnen wir uns alle nach weiße Weihnachten, Schnee zum Rodeln für unsere Kinder, zum Skifahren, zum Wandern usw. Und trotzdem glaube ich, dass vielen die weiße Pracht, sie ist ja herrlich anzusehen, langsam auf die Nerven geht. Vor allen Dingen die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, die ihre Ein und Ausfahrten sowie die Bürgersteige sauber halten müssen. Mittlerweile stellt sich auch hier die Frage: Wohin mit all dem Schnee?

Und wenn dann noch die Räumfahrzeuge kommen und dabei wieder Schnee vor die Ein- und Ausfahrt beziehungsweise auf den Bürgersteig geschoben wird, dann greift manch einer zum Telefon, um seinem Ärger so richtig Luft zu machen. Und warum kann das Räumschild nicht entlang einer einseitig freien Strecke umgestellt werden, ist dabei eine oft gestellte Frage.

Dies wird an den Stellen gemacht, wo es einfach und ohne zusätzlichen Aufwand möglich ist. Viele Anrufe zum Winterdienst beziehen sich auf dieses Schwenken.

Die Fahrer der Räumfahrzeuge bemühen sich, den Schnee "gerecht" zu verteilen. Den Schnee komplett von einer bebauten, auf eine freie Strecke zu schieben, ist nicht wirtschaftlich. Hier müsste die gesamte Masse nämlich doppelt bewegt werden. Bei starkem Schneefall würde durch die Schneemenge die Fahrbahn noch weiter eingeengt. Bei Tauwetter schmelzen die kleineren Schneehaufen auch schneller weg.

In den Wendehammern wird der Winterdienst zurzeit nur eingeschränkt durchgeführt, weil eine kurze Kurvenfahrt mit dem abgesenkten Schneeschild nicht möglich ist. Sobald alle Straßen frei sind, werden auch diese Bereiche, soweit es der Platz zulässt, geräumt. Die abgestellten Fahrzeuge sind hier besonders hinderlich.

In manchen Straßen ist zudem das Schieben von nur einer Spur möglich, weil rechts und links der Straßenseite Fahrzeuge dauerhaft geparkt sind und so natürlich für die Räumfahrzeuge nur eine einzige Slalomstrecke möglich ist.

Für die Gemeinde ist dieser Winter mit den Mengen an Schnee eine große Herausforderung, personell wie finanziell: Aufgrund des allgemeinen Kostendrucks wurden die Stellen von ausscheidenden Mitarbeitern nicht mehr besetzt, so dass unser Bauhof nur noch aus 16 Mitarbeitern besteht. Acht davon befinden sich im Winterdienst auf den Streufahrzeugen, die anderen räumen als Fußtruppe Bürgersteige und Gehwege.


Großartiger Einsatz und Super-Engagement des Bauhofs

Die Besatzungen der Räumungsfahrzeuge und die Fußtruppen sind oft bis zu 15 Stunden unterwegs, um für die Bürgerinnen und Bürger möglichst die besten Voraussetzungen auf Bürgersteigen und Straßen zu schaffen. Der Einsatz und das Engagement unsere Jungs im Bauhof war und ist dabei einfach großartig.

Rund 180 km lang sind die Strecken, die jeden Tag bis zu drei mal am Tag bewältigt werden müssen. Zuerst werden die Schulbusstrecken geräumt. In Anschluss geht es dann in ein weit verzweigtes Straßen- und Wegenetz mit der Priorität 2 und im Anschluss daran Straßen und Wege, die verkehrstechnisch nicht eine so große Bedeutung haben.

Und wenn der Räum- und Streudienst bei Ihnen dann erst am Mittag oder Nachmittag erscheint, dann liegt es daran, dass "Ihre Straße" in der Priorität nicht so hoch eingestuft wurde, oder ein Räumfahrzeug ist liegen geblieben, oder bei ständigem Schneefall müssen die wichtigen Straßen zunächst zweimal abgefahren werden, oder, oder, oder.

Wenn es dabei hier und da einmal hakt, dann bitte ich Sie um Verständnis.

Sie können alle versichert sein, dass meine Mitarbeiter und ich alle Möglichkeiten ausschöpfen, den Winterdienst für uns alle optimal zu organisieren und durchzuführen.

An dieser Stelle sage ich allen meinen Mitarbeitern im Bauhof für ihren engagierten Einsatz: Herzlichen Dank! Ihr macht einen verdammt guten Job!

Danke auch an alle freiwilligen Helfer, die mit Traktoren, Radladern und Schaufeln uns und ihre Nachbarn im Winter unterstützt haben.

Alfred Haas
Bürgermeister