Übersicht zu Wirtschaftshilfen der Bundesregierung

Der DStGB stellt auf seiner Homepage eine fortlaufend aktualisierte Zusammenfassung aller von der Bundesregierung in der Corona-Pandemie aufgelegten Wirtschaftshilfen zur Verfügung. Enthalten sind darin auch die wichtigsten Angaben zur Antragsberechtigung für die jeweiligen Programme. Das Dokument ist frei abrufbar unter https://www.dstgb.de/CoronaWirtschaftshilfen.

Krisenhotline der IHK jetzt an vier Wochentagen zu erreichen

Die Schuldnerhilfe Köln weitet ihre Krisenhotline-Zeiten für Mitglieder der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg aus.
„Ab dem 1. April wird die telefonische Krisenberatung für Kleinunternehmen und Selbstständige deutlich erweitert“, sagt Regina Rosenstock, Gesamtbereichsleiterin Unternehmensförderung der IHK Bonn/Rhein-Sieg.

Die Hotline ist montags von 15 bis 18 Uhr, dienstags von 9 bis 12 Uhr, mittwochs von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 Uhr bis 12 Uhr unter Telefon 0221 8804880 zu erreichen.

Die Hotline-Beratung wird von Stefanie Aumüller (Schuldnerberaterin), Gundolf Meyer (Schuldnerberater, Bankkaufmann) und Ilias Uyar (Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Insolvenz- und Sozialrecht) durchgeführt. Weitere Infos gibt es auch unter www.ihk-bonn.de, Webcode  2081

Aktuelle Informationen zu Corona gibt es auf den Corona-Sonderseiten der IHK unter www.ihk-bonn.de, Webcode 3510, sowie unter https://www.facebook.com/IHK.Bonn/ oder https://twitter.com/IHK_Bonn.

NRW-Soforthilfe erfolgreich gestartet

NRW-Soforthilfe 2020" für Kleinbetriebe, Freiberufler und Solo-Selbstständige und Gründer startet in dieser Woche

Soforthilfen für Kleinunternehmen: NRW ergänzt Zuschüsse des Bundes, um Engpässe in Betrieben mit zehn bis 50 Mitarbeitern zu überbrücken

Wirtschaftsminister Pinkwart und Finanzminister Lienenkämper Stocken das Bundesprogramm auf. Gesamthilfe kommt nahezu jedem zweiten Arbeitsplatz zugute. Um kleinen und mittleren Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständigen und Freiberuflern in der Corona-Krise zu helfen, hat die Bundesregierung heute umfangreiche Hilfen beschlossen.

Die Landesregierung begrüßt diese schnellen Maßnahmen, um Kleinunternehmen durch direkte Zuschüsse in Höhe von 9.000 Euro (bis fünf Mitarbeiter) und 15.000 Euro (bis zehn Mitarbeiter) zu unterstützen.

Nordrhein-Westfalen wird diese Corona-Soforthilfen schnellstmöglich an die Unternehmen weiterreichen. Darüber hinaus plant die Landesregierung das Sofortprogramm des Bundes aufzustocken und zusätzlich Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro zahlen. Eine entprechende Vorlage werden Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Minister der Finanzen Lutz Lienenkämper dem Kabinett morgen vorstellen.
 
Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart: „Die kleinen und mittleren Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle in der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Nahezu die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist in diesen Betrieben beschäftigt. Deshalb begrüßen wir die umfassenden Hilfen, die der Bund für KMU und Solo-Selbstständige nun bereitstellt. Wir wollen darüber hinaus die Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten durch direkte Zuschüsse vor Finanzierungsengpässen bewahren und die Voraussetzungen schaffen, dass sie ihr bewährtes Personal behalten können. Nur so können sie nach der Krise am Aufschwung teilhaben.“
 
Lutz Lienenkämper Minister der Finanzen, fügte hinzu: „Wir werden den NRW-Rettungsschirm nach Beschlussfassung durch den Landtag nutzen, um die heimische Wirtschaft mit ihren vielen Kleinen und Mittleren Unternehmen und damit auch deren Arbeitsplätze und Aufstiegschancen so gut wie möglich durch die Krise zu bringen. Es geht darum, dass denen schnell und vor allem unbürokratisch geholfen werden kann, die diese Hilfe nun dringend benötigen. Ohne Mitnahmeeffekte und falsche Anreize.“
 
Zurzeit laufen die Abstimmung mit dem Bund über die Programmrichtlinien und das Antragsverfahren. Das Land wird die Öffentlichkeit nach dem Kabinettbeschluss informieren.
 
Hintergrund: Das Land stellt darüber hinaus den Unternehmen umfangreiche Angebote zur Liquiditätssicherung zur Verfügung.

Dazu zählen:

  • Bürgschaften: In Nordrhein-Westfalen stehen die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro) bereit, um Kredite zu besichern. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft.
  • Steuerstundungen: Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitest Möglich aus. Für Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.
  • Entschädigungen für Quarantäne: Sollte wegen des Corona-Virus ein Tätigkeitsverbot, z.B. Quarantäne, ausgesprochen werden, können Betriebe eine Entschädigung für die Fortzahlung von Löhnen und Gehältern bei den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe beantragen.
  • Beteiligungskapital für Kleinunternehmen: Der „Mikromezzaninfonds Deutschland“ kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten stille Beteiligungen eingehen (max. 75.000 Euro). Richtet sich an kleine Unternehmen, Gründungen und spezielle Zielgruppen (u.a. Unternehmen, die ausbilden sowie Gründungen aus der Arbeitslosigkeit).

Eine Übersicht der Finanzierungs-Instrumente alle Unternehmen und die Ansprechpartner finden Sie auf unserem laufend aktualisierten Informationsportal: https://www.wirtschaft.nrw/corona

Hilfestellungen der Gemeinde Much im Bereich Steuern, Gebühren, Beiträgen - Finanzielle Auswirkungen des Corona-Virus

 Bund und Land haben finanzielle Unterstützung zugesagt. In der Regel dauert es aber eine bestimmte Zeit bis die Gelder an der richtigen Stelle ankommen.

Die Gemeindeverwaltung Much kommt betroffenen Unternehmen und Privatpersonen auf Antrag mit Steuerstundungen und der Absenkung von Vorauszahlungen bei der Gewerbesteuer entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitest möglich aus.

Sollten Sie von dieser Regelung Gebrauch machen wollen, wenden Sie sich bitte bei der Absenkung der Vorauszahlungen Gewerbesteuer an das Steueramt bei der Gemeinde Much, Telefon Nr. 02245 68-67 und bei Stundungen von fälligen Forderungen (Steuern, Gebühren, Beiträge) an die Gemeindekasse, Tel. 02245 68-0.

Ein Hinweis für notwendige finanzielle Unterstützung von Unternehmen

Für Betriebe und Unternehmen in NRW hat das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW auf seiner Internetseite einen digitalen Berater für Soforthilfen des Landes unter https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner geschaltet.

Auf der Internetseite des Rhein-Sieg-Kreises (Rubrik Informationen für Unternehmen und Betriebe) finden Sie unter https://www.rhein-sieg-kreis.de/corona wichtige Hinweise und Formulare zum Kurzarbeitergeld bzw. wichtige Hinweise zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten.

Die Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises steht Ihnen für Fragen und Beratung rund um wirtschaftliche Auswirkungen des Coronavirus gerne zur Verfügung. Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an wirtschaftsfoerderungsWGjliKepC7yZ1oMcXkw9rhein-sieg-kreisde

Für die Betriebe in der bergischen Tourismusbranche hat die Naturarena Bergisches Land unter https://www.dasbergische.de/de/gastgeber/hilfe-fuer-betriebe/index.html  Informationen veröffentlicht.

Informationen für Unternehmen zum Thema Kurzarbeitergeld

Tätigkeitsverbot und Verdienstausfall aufgrund Quarantäne (Corona-Virus)

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung.

In Nordrhein-Westfalen sind die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) für die Entschädigung je nach dem Sitz der Betriebsstätte zuständig.

Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für längstens sechs Wochen, soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, die Entschädigung auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag vom Landschaftsverband Rheinland erstattet.

Ab der siebten Woche wird die Entschädigung auf Antrag des Betroffenen vom LVR-Fachbereich Soziale Entschädigung an diesen direkt gezahlt.

Selbstständig Erwerbstätige stellen den Antrag auf Entschädigung direkt beim Landschaftsverband Rheinland.

Voraussetzung für den Erhalt einer Entschädigung ist ein Verdienstausfall infolge eines Tätigkeitsverbotes bzw. einer Absonderung nach Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Der Antrag auf Entschädigung muss schriftlich innerhalb von drei Monaten nach Einstellung des Tätigkeitsverbots oder Ende der Absonderung beim LVR-Fachbereich Soziale Entschädigung gestellt werden.

Weitere Infos

IHK Bonn/Rhein-Sieg

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg zählt zur Zeit täglich rund 150 bis 250 Anfragen von Unternehmen, die die Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Geschäfte zu spüren bekommen.

 „So langsam wird es für Unternehmen kritisch, was ihren Fortbestand angeht“, sagt Regina Rosenstock, Gesamtbereichsleiterin Unternehmensförderung der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Besonders betroffen sind etwa Hotel- und Gastronomie, Reiseveranstalter und der Messebau, zunehmend aber auch der Einzelhandel und das Dienstleistungsgewerbe. Rosentock: „Besonders die kleinen Unternehmen und die Einzelunternehmerinnen und -unternehmer treffen die teilweise dramatischen Umsatzrückgänge. Wir beraten insbesondere zu den Bereichen Liquidität und mögliche Zuschüsse, aber auch zur vereinfachten Beantragung von Kurzarbeitergeld. Hinzu kommen Anfragen zu Prüfungen, Schulschließungen oder der Kinderbetreuung sowie verstärkt die mögliche Schließung von Geschäften und Unternehmen.“

Die IHK Bonn/Rhein-Sieg fordert einen Notfallfonds für Kleinstunternehmen in Ergänzung zum Schutzschild-Paket der Bundesregierung. „Wir begrüßen das Hilfspaket der Koalition, das mit milliardenschweren Investitionen Unternehmen unterstützen soll und den am 13. März beschlossenen Gesetzentwurf zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld. Gerade bei Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständigen greift das aber zur kurz: Sie haben vielfach keine oder nur noch sehr geringe Aufträge, so dass sie auch keine Kredite bekommen dürften. Wir brauchen sehr schnell einen staatlichen Notfallfonds, der diesen Kleinstunternehmerinnen und -unternehmern unbürokratisch für die kommenden Wochen und Monate Überbrückungsgelder bzw. direkte Hilfe zum Lebensunterhalt auszahlt. Damit würde das bereits sehr gute Schutzschild-Paket der Bundesregierung um einen wichtigen Punkt ergänzt“, fordert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille.

Die IHK appelliert ferner an die Hausbanken, die von Bürgschaftsbank und NRW.Bank zugesagten Liquiditätshilfen schnell und unbürokratisch umzusetzen. „Auch die Finanzämter könnten Unternehmen durch Stundungen, Ratenzahlungen und weiteren unbürokratischen Regelungen entgegen kommen“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Informationen gibt es für Unternehmen auf der Webseite unter http://www.ihk-bonn.de, Webcode @3510, oder auf der Facebook-Seite der IHK.

Steuerliche Maßnahmen der Finanzverwaltung NRW Rettungsschirm für die NRW-Wirtschaft