Eichenprozessionsspinner in Much

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Schon seit einigen Jahren kommt der Eichenprozessionsspinner nun schon in Much vor. Dieser Schmetterling selbst ist so unauffällig wie ungefährlich, doch sein Nachwuchs ist geradezu gefürchtet. Die Falter paaren sich im Juni bis August, das Weibchen legt in dieser Zeit ca. 100 – 200 Eier in Eichen ab und bedecken sie zum Schutz vor Kälte und Fressfeinden. Anfang Mai schlüpfen die Raupen und können bis zu 5cm lang werden. Tagsüber und zur Häutung halten sie sich in selbst gesponnenen Raupennestern am Stamm oder in Astgabeln auf. Zum Abend hin ziehen sie zu auffälligen Prozessionen auf Nahrungssuche bis in die Krone der Eichen. Sie entwickeln sich in sechs Larvenstadien und ab dem dritten Larvenstadium schützen sich die Raupen mit feinen, mit Widerhaken besetzten humantoxikologischen Brennhaaren, die leicht abbrechen und dann das Nesselgift Thaumetopoin freisetzen. Dieses Toxin kann bei Menschen zu schweren Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen führen bis hin zu allergischen Schockreaktionen. Auch der Aufenthalt in der Nähe befallener Bäume ist sehr gefährlich, da die Haare durch den Wind verweht werden können. Ein befallener Baum ist an Spielplätzen oder im Park sowie auch in Privatgärten, in Alleen und im Wald anzutreffen.

Wer ein Gespinstnest oder eine Raupenprozession entdeckt, sollte es direkt der Gemeinde melden unter Tel. 02245-6838 oder per E-Mail an nicole.menger@much.de. Eine beauftragte Fachfirma wird es in kompletter Schutzkleidung mithilfe spezieller Industriestaubsauger absaugen.

Weitere Informationen:

https://www.umweltbundesamt.de/eichenprozessionsspinner#aussehen

https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/oeffentlichesgruen/eichenprozessionsspinner.htm

https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/fb_eichenprozessionsspinner_2019_bf.pdf