Pressemitteilung der Gemeindeverwaltung zur Veröffentlichung der „Bürgerinitiative zum Erhalt unseres schönen Kirchplatzes“

Meldung vom

Richtigstellung einer sachfremden Veröffentlichung vom 05.10.2021

Die Bürgerinitiative  veröffentlichte am 05.10.2021 auf der Website www.much-heute.de einen Sachstandsbericht zum Umbau des Kirchplatzes, der leider ein völlig falsches Bild der tatsächlichen Gegebenheiten wieder gibt.

Die Bürgerinitiative „informiert“ darüber, dass deren aufgezeigten Möglichkeiten zur Einsparung der Baukos-ten unberücksichtigt geblieben seien und die Mehrkosten lediglich an den unverhältnismäßigen Mehrkosten des Natursteinpflasters festgemacht würde. Dabei hätte sie doch der Verwaltung und der Politik Möglichkei-ten aufgezeigt, dass vorhandene Natursteinpflaster kostengünstig wieder zu verwenden. Ebenso wären keine Einsparungen bei der Umgestaltung des Kirchgartens sowie bei der Ausführung der Treppen- und Rampen-Konstruktion vorgesehen. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Ursprungsplanung der Verwaltung mit einer neuen und großzügigen Freitreppe sowie einer barrierearmen Rampe weitaus günstiger war, als die nun be-schlossene Kompromisslösung, welche fast identisch mit den Kompromissvorschlägen der Bürgerinitiative ist. Auch beinhaltete die Ursprungsplanung einen Bodenbelag aus Naturstein, welcher jedoch frühzeitig der Wirtschaftlichkeitsprüfung zum Opfer fiel.

Aus einer Freitreppe wurde ein in der Herstellung anspruchsvolles technisches Bauwerk auf engstem Raum mit statischem Mehraufwand. Von zwei Wegeführungen im Kirch-garten ist nur eine übrig geblieben. Die damit wegfallende Wegeverbindung zur Kirchstraße fällt somit eben-falls weg. Die von der Bürgerinitiative aufgezeigte Möglichkeit, Mehrkosten zu vermeiden, indem man die vorhandenen Natursteine aufarbeitet, kostet ein vielfaches des Bodenbelages aus Betonstein. Dieser ist  in einer Altstadt-/Antikoptik vorgesehen und passt daher sehr wohl zum historisch anmutenden Ambiente der Kirchplatzes. Die Kosten der anspruchsvollen Verlegung auf einer solch großen Fläche sowie eine damit einhergehende Gewährleistung, wurde leider von der Bürgerinitiative nicht thematisiert. Hinzu kommt, dass das vorhandene Natursteinpflaster eine Wiederverwendung als Wasserführungsrinnen, Läufer entlang der Häuserfassaden und der Kirchenfassade sowie als Einfassung der Baumscheiben und des Mobiliars findet, soweit es noch brauchbar und nicht gebrochen ist. Somit wurden alle umsetzbaren Möglichkeiten geprüft und entsprechend der vorgeschlagenen Kompromisse geplant.

Nach vielen Gesprächen, Veranstaltungen und Umplanungen wurde daraus ein umfassendes Leistungsverzeichnis erstellt. Nach der ersten Ausschreibung musste festgestellt werden, dass Einsparungen nur noch beim Bodenbelag erzielt werden können, indem der kostenintensive Naturstein gegen einen Betonstein mit Natursteinoberfläche getauscht wird.  Die Entscheidung pro Betonstein wurde mit großer Mehrheit im Gemeinderat beschlossen.  Die Verwaltung bedauert es, dass derartige Veröffentlichungen ohne Absprache mit unrichtigen und unvollständigen Sachverhaltsdarstellungen vorgenommen werden und somit bewusst Unsicherheit und Unverständnis bei den Bürgerinnnen und Bürgern von Much erzeugt wird. Die Bezirksregie-rung Köln hat ein Gesamtkonzept finanziell gefördert. Weitere Zeitverzögerungen oder Umplanungen würden unweigerlich zum Verlust der Fördermittel führen und eine Neugestaltung des Kirchplatzes verhindern. Das kann nicht im Sinne der Gemeinde sein.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Kirchplatz haben, können Sie uns gerne ansprechen:
Bürgermeister Norbert Büscher, norbert.bueschersWGjliKepC7yZ1oMcXkw9muchde, Tel. 02245-6818
Beigeordneter Karsten Schäfer, karsten.schaefersWGjliKepC7yZ1oMcXkw9muchde, Tel. 02245-6815