Zweite Förderphase bei der „MobilitätsWerkStadt 2025“

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Die Kommunen Overath, Hennef, Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth und der Projektpartner Hochschule Bonn-Rhein-Sieg freuen sich bekannt geben zu können, dass sie zur Antragstellung für eine zweite Förderphase der „MobilitätsWerkStadt 2025“ ausgewählt wurden. Die Kommunen aus dem Bergischen Land arbeiteten seit 2019 gemeinsam am Projekt „Mobilität in einer neuen Ebene - Innovativ, flächensparend, klimaschützend und umweltschonend am Beispiel des südöstlichen "Bergischen RheinLands" (MobilCharta5)“.

Sie sind nun gemeinsam mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg aufgefordert, einen Antrag zur Förderung zu stellen, nachdem eine im Dezember eingereichte Skizze den Fördermittelgeber, das „Bundesministerium für Bildung und Forschung“, überzeugt hat. Der Start in Phase II ist im Juli 2021 geplant.
Die fünf Kommunen freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der „Hochschule Bonn-Rhein-Sieg“. Diese stellt die wissenschaftliche Begleitung sicher und unterstützt mit eigenem Know How den Partizipationsprozess.
Das Projekt ist darauf angelegt, Verhaltensänderungen durch Bewusstseinsänderungen herbeizuführen, um so eine nachhaltige Mobilität auch im ländlichen Raum zu etablieren. Nach der Phase I ist nun in der Phase II die Weiterentwicklung der Kommunikations- und Partizipationsformate zur Beteiligung und Aktivierung der verschiedenen Akteure vor Ort vorgesehen.
Hierbei soll insbesondere die politische Zielsetzung, vielfältige Angebote multi- und intermodaler Mobilität als entscheidende Anreize zum Umstieg auf umwelt- und klimafreundliche Alternativen zu bieten, im Fokus stehen. Anhand der erhobenen Modal-Split-Werte sowie der konzipierten Lösungsvarianten sollen Einsparpotenziale ermittelt werden. Neben grundsätzlichen technischen und rechtlichen (Umwelt, Planung etc.) Rahmenbedingungen soll ein Fokus auf die Sicherung der Finanzierung, das Management und die Trägerschaft in der Projektentwicklung/-umsetzung sowie im dauerhaften Betrieb/Unterhalt gelegt werden. Im Ergebnis sollen die Wechselwirkungen von individuellen und gesellschaftlichen Mobilitätsbedürfnissen und Verhaltensweisen sowie die technologischen Entwicklungen dargestellt und eine Mobilitätsstrategie im konkreten Projektraum gemeinsam mit Bürger*innen entwickelt werden. Diese können sich im Rahmen von fünf Workshop-Reihen in Förderphase II aktiv in die Gestaltung der Mobilität in ihren Kommunen einbringen:
•    Flexible Bedienung im Flächenverkehr des Öffentlichen Nahverkehrs (On-Demand-Verkehr)
•    Einbindung privater Organisationsformen (zum Beispiel Ridesharing)
•    Verbesserter Öffentlicher Nahverkehr
•    Fuß- und Radverkehr
•    Geteilte Mobilität (zum Beispiel Car-Sharing)
Eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit soll insbesondere durch Sichtbarmachung der positiven Aspekte der Mobilitätswende sensibilisieren, zur breitmöglichsten Teilhabe auffordern und die Akzeptanz fördern.
Informationsflyer in den kommunalen Mitteilungsblättern
Ein Flyer zur „MobilitätsWerkStadt 2025“ mit Informationen zu den bisherigen Ergebnissen und einem Ausblick auf weitere Planungen in der zweiten Förderphase, liegt Ende März/Anfang April 2021 den Mitteilungsblättern der Kommunen Overath, Hennef, Much, Neunkirchen-Seelscheid sowie dem Stadtecho in Hennef als Beilage bei.
 
Die Bürgermeisterin sowie Bürgermeister der 5 Kommunen v.l.n.r.: Christoph Nicodemus, Norbert Büscher, Nicole Berka, Mario Loskill, Mario Dahm.
Weitere Informationen zur „MobilitätsWerkStadt 2025“ in Overath, Hennef, Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth gibt es unter: www.overath.de/mobilitaetswerkstadt-2025.aspx.
Hintergrund
Das „Bundesministerium für Bildung und Forschung“ (BMBF) unterstützt im Rahmen des Wettbewerbs „MobilitätsWerkStadt 2025“ in der ersten Förderphase rund 50 kommunale Projekte. Gemeinsam mit relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Forschung sollen die Kommunen lokal angepasste Lösungen für die Mobilität der Zukunft erarbeiten. Die ausgewählten Mobilitätskonzepte gehen in der zweiten Förderphase ab Mitte 2021 über drei Jahre in die weitere Planung, Umsetzung und Erprobung.